Das Besondere an weißem Pfeffer
Weißer Pfeffer wird vollreif geerntet. Durch Einweichen, Fermentation und das Entfernen der Fruchthülle entstehen je nach Herkunft erdige, ledrige oder animalische Duftnoten. Sie sind kein Qualitätsfehler, sondern Ausdruck traditioneller Verarbeitung und des jeweiligen Terroirs.
Im Gericht zeigt weißer Pfeffer seine wahre Stärke: fein, warm, tief und erstaunlich elegant.
Penja weiß IGP aus Kamerun
Kräftig, erdig und charaktervoll: Weißer Penja verbindet holzige und animalische Noten mit Menthol und Kampfer. Sein lang anhaltendes Aroma verleiht Kalb, Geflügel, Spargel und Rahmsaucen Tiefe. Auch zu Käse, Erdbeeren oder Schokolade setzt er einen reizvollen Akzent. Seine Schärfe liegt bei etwa 3,5 von 5.
Kampot weiß IGP aus Kambodscha
Elegant und ausgewogen zeigt sich weißer Kampot mit feiner Würze, minzigen Noten und Anklängen von Zitrus und Eukalyptus. Seine fruchtige Frische passt besonders gut zu Fisch, Krustentieren, weißem Fleisch und hellen Saucen. Auch Kürbis und Fruchtdesserts profitieren von seiner Aromatik. Die Schärfe ist mittelkräftig und liegt bei etwa 3 von 5.
Costa Rica weiß aus Heredia
Rund und anhaltend präsentiert sich dieser kräftige weiße Pfeffer mit Moschus, Menthol und floralen Noten. Milchige und ledrige Anklänge sowie Zitrusschale ergänzen sein vielschichtiges Aroma. Er passt zu Geflügel, weißem Fisch und Carpaccio ebenso wie zu Püree, Pilzsuppe und Frischkäse. Mit etwa 4 von 5 besitzt er die stärkste Schärfe dieser Auswahl.
Boloven weiß aus Laos
Der sanfte Pfeffer vom Bolaven-Plateau entfaltet feine Noten von Leder, Moschus, Anisgras und Zitrus. Am Gaumen wirkt er subtil, kräutrig und zitronig. Er begleitet Jakobsmuscheln, Meeresfrüchte und pochiertes Geflügel ebenso wie Gemüse, Ziegenkäse und Eierspeisen. Seine milde Schärfe liegt bei etwa 2 von 5.
Was weißen Pfeffer besonders macht
Weißer Pfeffer wird aus reifen Pfefferfrüchten gewonnen, deren äußere Fruchthülle entfernt wird. Beim traditionellen Einweichen und der damit verbundenen Fermentation können erdige, ledrige oder animalische Duftnoten entstehen. Solche Noten können zum typischen Charakter gehören. Im Gericht entfaltet weißer Pfeffer seine warme Würze und aromatische Tiefe.
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